Dritter Weg
Gegenwart: Lehrerinnen, Gemeinschaften und Debatten
Nie zuvor haben so viele Frauen buddhistische Gemeinschaften geleitet wie heute. Sie lehren in Zentren und Klöstern, schreiben Bücher, bilden Nachwuchs aus und verändern die Formen, in denen die Lehre weitergegeben wird. Diese Rubrik stellt einige von ihnen vor und zeichnet die Debatten nach, die sie angestoßen haben.
- Lehrerinnen, Äbtissinnen, Gründerinnen: Frauen, die heute prägenAyya Khema, Tenzin Palmo, Pema Chödrön, Dhammananda – Frauen, die seit dem 20. Jahrhundert Klöster gründen und lehren.
- Frauen im Zen: von Moshan Liaoran bis heuteDie Nonne, die einen Mönch mit einer Frage belehrte, die Äbtissin mit dem zerbrochenen Eimer – und Zen-Lehrerinnen im Westen.
- Feminismus und Buddhismus: ein Gespräch seit fünfzig JahrenRita Gross und „Buddhism After Patriarchy“, die Rolle asiatischer Nonnen und die Frage, ob Befreiung politisch sein muss.
Eine Gruppe finden
Viele Frauen beginnen allein mit Büchern oder Apps und suchen irgendwann eine Gemeinschaft. Ein paar Hinweise aus Erfahrung:
- Probieren Sie verschiedene Traditionen aus. Theravada, Zen und tibetischer Buddhismus fühlen sich sehr unterschiedlich an.
- Fragen Sie nach der Lehrperson und ihrer Ausbildung. Seriöse Zentren geben darüber offen Auskunft.
- Achten Sie auf ethische Leitlinien. Viele Gemeinschaften haben inzwischen Regeln für den Umgang mit Macht und Beschwerden veröffentlicht.
- Frauengruppen gibt es in vielen Städten, oft als monatliche Meditationsabende. Sie ersetzen nicht die gemischte Gemeinschaft, können aber ein geschützter Einstieg sein.
- Kein Druck: Eine gute Gemeinschaft lässt Ihnen Zeit und verlangt weder Geld noch Bindung, bevor Sie sie kennen.
Überregionale Informationen zu Frauen im Buddhismus bietet das Netzwerk buddhistischer Frauen in Europa, international die Vereinigung Sakyadhita.